Macht HPE den Speicher-Support bald überflüssig?

Platine, aus der Leitungen herauslaufen

Gepostet am Mittwoch, 10. Juli 2019

Laut eigener Aussage hat HPE mit seiner neuesten Speicherplattform Primera viele der Zuverlässigkeitsprobleme herkömmlicher Speicher-Arrays gelöst. Durch die Nutzung der Leistungsfähigkeit von KI soll Primera in nur 20 Minuten automatisch Speicher bereitstellen können.

Noch beeindruckender ist die Fähigkeit des Systems, durch eine automatische Optimierung der Workloads den Durchsatz und die Latenz von Datenbankoperation zu verbessern. Und das ist noch nicht alles: Primera analysiert außerdem die Infrastruktur jenseits des Arrays und hilft so, Probleme auf Netzwerk- und VM-Ebene zu identifizieren. Laut HPE findet, identifiziert und behebt Primera diese Probleme ohne manuellen Eingriff.

KI schmeißt den Laden

Primera ist das Ergebnis umfangreicher maschineller Lernübungen, bei denen im Lauf der letzten zehn Jahre 125 Billionen Datenpunkte untersucht wurden, die durch Speicher, Server und virtuelle Maschinen erzeugt wurden. Die aus dieser Analyse gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für die KI mit Selbstmanagement, von der Primera gesteuert wird.

HPE ist so überzeugt von den Fähigkeiten der Plattform, dass die Kunden bei ihren Primera-Käufen eine 100%ige Verfügbarkeitsgarantie erhalten. Dies ist das erste Mal, dass ein Anbieter bereit ist, eine Verfügbarkeit von über 99,999 % zu garantieren.

Roboter holen sich deine Jobs. Oder auch nicht.

Trotz des Aufsehens in den Medien werden Server-Techniker auch in absehbarer Zeit noch gebraucht werden. Primera kann sich beispielsweise bei einem Komponentenausfall „selbst heilen“ – vorausgesetzt, Sie verfügen über genügend redundante Kapazitäten. Und es wird immer noch ein Techniker benötigt, der von Zeit zu Zeit Teile austauscht.

Es sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass Primera zwar Probleme auf Netzwerk- und VM-Ebene identifizieren kann, jedoch nur auf das Vorhandensein eines Problems hinweist und mögliche Lösungen vorschlägt. Die Techniker müssen den Lösungsvorschlag immer noch bewerten – und die Arbeiten durchführen.

Es ist auch sehr unwahrscheinlich, dass HPEs Primera-Lösungen ohne den üblichen Dreijahreswartungsvertrag verfügbar sein werden, was bedeutet, dass auch HPE Techniker auf Abruf haben wird, die bei einem Ausfall des Arrays Unterstützung bieten.

Es scheint also, dass die auf Speicher-Hardware spezialisierten Techniker derzeit nichts zu befürchten haben.

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