Hat der Handelskrieg zwischen den USA und China Auswirkungen auf Ihre Speicherstrategie?

Serverschränke mit einer blinkenden US-Flagge neben Serverschränken mit einer blinkenden chinesischen Flagge

Gepostet am Donnerstag, 11. Juli 2019

Obwohl internationale Zölle und Handelsverbote den lokalen Unternehmen dabei helfen sollen, besser auf der Weltbühne zu konkurrieren, haben sie bekanntlich auch unbeabsichtigte Folgen. Und durch die Aufnahme des Speicher-Array-Herstellers Huawei in die Sperrliste für Technologie-Exporte könnte die US-Regierung auch für die US-Wirtschaft ein Problem schaffen. 

Das Exportverbot, das im August in Kraft treten soll, wird Huawei und 70 seiner Tochtergesellschaften am Erwerb von US-Software und -Komponenten hindern, es sei denn, es liegt eine gültige Ausfuhrgenehmigung vor. Sobald Huawei also seine Lagerbestände an CPUs, SSDs, DRAM und Festplatten aufgebraucht hat, muss die Produktion bestimmter Speicherproduktlinien gestoppt werden, bis Ersatz beschafft werden kann.

Ein echtes strategisches Risiko

Die gefährdete Ersatzteilbeschaffung ist nicht etwa nur ein Worst-Case-Szenario. Huawei sah sich schon jetzt gezwungen, die Markteinführung seines neuesten Matebook-Modells zu verschieben. Huawei hat erklärt, falls das Exportverbot über einen längeren Zeitraum andauern sollte, dann würde der Notebook-Computer möglicherweise nie auf den Markt kommen. 

Die Situation ist für die Kunden eindeutig ernst. Jedes Unternehmen, dessen Speicherstrategie auf dem Huawei-Technologie-Stack aufbaut, muss einen Backup-Plan entwickeln, nur für den Fall, dass das Exportverbot gravierende Probleme mit der Lieferkette verursachen sollte.

Die Kunden werden mit ziemlicher Sicherheit Upgrades verschieben müssen, indem sie vorhandene Arrays länger als ursprünglich geplant nutzen. Dann werden sie ernsthaft über einen Wechsel des Technologie-Stacks nachdenken müssen, falls ein Ende des Handelskrieges nicht bald abzusehen ist. 

Ein erhebliches Problem

Laut den jüngsten von Huawei veröffentlichten Marktanteilsstatistiken ist das Unternehmen der drittgrößte Anbieter von Servern und RZ-Switches weltweit. Beim Marktanteil im Speicherbereich belegt Huawei den sechsten Platz.

Vor diesem Hintergrund könnte das Technologie-Exportverbot weitreichende Auswirkungen für Unternehmen auf der ganzen Welt haben.

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